Ich habe 20 Jahre im Dorf gewohnt und bin anschließend fürs Studium in eine große Stadt gezogen. Im Dorf ist es ruhiger, sicherer, sauberer, günstiger, die Landschaften sind schöner und man hat mehr Möglichkeiten in der Natur. Dafür sind die Öffi-Verbindungen nicht so gut gewesen, was jedoch von der Größe und Stadtnähe des Dorfes abhängt. Und die Nachbarn beziehungsweise die Nachbarschaft ist deutlich ausschlaggebender, vielleicht besteht bereits eine Gemeinschaft in die man sich einbringen muss oder es ist einfach sehr familiär, dann kann es auch mal ungemütlich werden. Wenn wir neue Nachbarn in der Straße bekommen haben, wurde natürlich immer gleich gerätselt ,,was für Leute” das wohl sind. In der Stadt ist das vielleicht nicht so relevant und man ist gewöhnt an neue Nachbarn. In der Stadt gibt es natürlich mehr ,,städtische” Unternehmensmöglichkeiten also Shopping, Einkaufen, bessere und mehr Ärzte, coolere Veranstaltungen und es ist eben mehr los.
Wenn ich diese Entscheidung irgendwann treffen muss werde ich mich immer für ein ländlicheres Leben entscheiden. Wenn man ein Auto hat kann man alle coolen Sachen in der Stadt easy erreichen, man kann Tagesausflüge machen zum Shoppen oder Sightseeing und sitzt aber Abends in seiner ruhigen Straße und kann abschalten. Es ist einfach schön. Ich genieße jeden Tag den ich zuhause zu Besuch bin. Im Endeffekt kommt es einfach darauf an was man selbst für eine Art Mensch ist, ob man gerne viel um sich rum los hat oder eben lieber Ruhe und auch mal Langeweile aushalten kann. :)